Stress, schwere Erschöpfungszustände und Burn-out nehmen in der heutigen Zeit immer mehr zu und können zu langwierigen Erkrankungen führen. Wie die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) am 1.2.2012 unter dem Titel „Die ausgebrannte Republik“ berichtete, fühlt sich jeder dritte Berufstätige „stark erschöpft oder ausgebrannt“, und rund jeder sechste Erwerbstätige, der schätzt, dass er häufig an die Leistungsgrenze gehen muss, glaubt, an Burn-out zu leiden.
Was versteht man unter Burn-out?
Burn-out (wörtlich übersetzt „Ausbrennen“) wurde erstmals im Jahr 1974 von dem amerikanischen Psychotherapeuten Herbert J. Freudenberger definiert. Eine einheitliche Klassifizierung gibt es für diese Erkrankung derzeit nicht.
Herbert Freudenberger und seine Kollegin Gail North haben zwölf Phasen im Verlauf des Burn-out-Syndroms identifiziert, die aber nicht notwendigerweise immer in der hier beschriebenen Reihenfolge ablaufen müssen:
- Drang, sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen
- Extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen zu erfüllen
- Überarbeitung mit Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
- Überspielen oder Übergehen der inneren Probleme und Konflikte
- Zweifel am eigenen Wertesystem und ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
- Verleugnung entstehender Probleme, zunehmende Intoleranz und Geringschätzung anderer
- Rückzug und Vermeidung sozialer Kontakte auf ein Minimum
- Offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit
- Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen, das Leben verläuft zunehmend „mechanistisch“
- Innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen (wie Suchtverhalten) zu überspielen, Angstgefühle
- Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit
- Verzweiflung, Gefühl von Ausweglosigkeit, akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs
Beim Burn-out-Syndrom gibt also unterschiedliche Phasen mit leichteren bis schweren Symptomen, an deren Ende ein schwere Erkrankung wie z.B. eine Depression stehen kann.
Aus ganzheitlicher Sicht handelt es sich um eine massive körperliche, psychische und mentale Erschöpfung mit einer Entgleisung des Hormon- und Zellstoffwechsels – infolge eines Ungleichgewichts zwischen Belastungs- und Entspannungsphasen und Fehlern in der Lebensführung. Der Mensch ist aus seinem Gleichgewicht, aus seinem Rhythmus gekommen.
Auf der zellulären Ebene kommt es u.a. zu einem Energiemangel durch eine Dysfunktion der Mitochondrien. Für eine Aktivierung der Mitochondrienfunktion spielt eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen, z.B. Coenzym Q10, Vitamin B1 und Magnesium eine wichtige Rolle. Mikronährstoffe sind auch von großer Bedeutung für den Neurotransmittermetabolismus und für die antioxidative Kapazität.
Vorbeugen ist besser als Heilen
Wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung von schweren Burn-out-Symptomen sind z.B. Änderung des Lebensstils, Ordnungstherapie, Ernährungsumstellung, pflanzliche Mittel sowie gezielte Mikronährstoffanalyse und -therapie.
Angebote im Haus der Gesundheit im Bereich Burn-out und Prävention:
- Rhythmisches Leben – Universale Harmonisierung
(ein- oder mehrwöchiges Programm mit Heilfasten) - Mikronährstoffanalyse „Burn-out“ DCMS



