Burn-out – Stress – Erschöpfung

Veröffentlicht am 29. Februar 2012 von Elena Dell'Eva

Stress, schwere Erschöpfungszustände und Burn-out nehmen in der heutigen Zeit immer mehr zu und können zu langwierigen Erkrankungen führen. Wie die FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung) am 1.2.2012 unter dem Titel „Die ausgebrannte Republik“ berichtete, fühlt sich jeder dritte Berufstätige „stark erschöpft oder ausgebrannt“, und rund jeder sechste Erwerbstätige, der schätzt, dass er häufig an die Leistungsgrenze gehen muss, glaubt, an Burn-out zu leiden.

Was versteht man unter Burn-out?

Burn-out (wörtlich übersetzt „Ausbrennen“) wurde erstmals im Jahr 1974 von dem amerikanischen Psychotherapeuten Herbert J. Freudenberger definiert. Eine einheitliche Klassifizierung gibt es für diese Erkrankung derzeit nicht.

Herbert Freudenberger und seine Kollegin Gail North haben zwölf Phasen im Verlauf des Burn-out-Syndroms identifiziert, die aber nicht notwendigerweise immer in der hier beschriebenen Reihenfolge ablaufen müssen:

  1. Drang, sich selbst und anderen etwas beweisen zu wollen
  2. Extremes Leistungsstreben, um besonders hohe Erwartungen zu erfüllen
  3. Überarbeitung mit Vernachlässigung anderer persönlicher Bedürfnisse und sozialer Kontakte
  4. Überspielen oder Übergehen der inneren Probleme und Konflikte
  5. Zweifel am eigenen Wertesystem und ehemals wichtigen Dingen wie Hobbys und Freunden
  6. Verleugnung entstehender Probleme, zunehmende Intoleranz und Geringschätzung anderer
  7. Rückzug und Vermeidung sozialer Kontakte auf ein Minimum
  8. Offensichtliche Verhaltensänderungen, fortschreitendes Gefühl der Wertlosigkeit, zunehmende Ängstlichkeit
  9. Depersonalisierung durch Kontaktverlust zu sich selbst und zu anderen, das Leben verläuft zunehmend „mechanistisch“
  10. Innere Leere und verzweifelte Versuche, diese Gefühle durch Überreaktionen (wie Suchtverhalten) zu überspielen, Angstgefühle
  11. Depression mit Symptomen wie Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit, Erschöpfung und Perspektivlosigkeit
  12. Verzweiflung, Gefühl von Ausweglosigkeit, akute Gefahr eines mentalen und physischen Zusammenbruchs

Beim Burn-out-Syndrom gibt also unterschiedliche Phasen mit leichteren bis schweren Symptomen, an deren Ende ein schwere Erkrankung wie z.B. eine Depression stehen kann.
Aus ganzheitlicher Sicht handelt es sich um eine massive körperliche, psychische und mentale Erschöpfung mit einer Entgleisung des Hormon- und Zellstoffwechsels – infolge eines Ungleichgewichts zwischen Belastungs- und Entspannungsphasen und Fehlern in der Lebensführung. Der Mensch ist aus seinem Gleichgewicht, aus seinem Rhythmus gekommen.
Auf der zellulären Ebene kommt es u.a. zu einem Energiemangel durch eine Dysfunktion der Mitochondrien. Für eine Aktivierung der Mitochondrienfunktion spielt eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen, z.B. Coenzym Q10, Vitamin B1 und Magnesium eine wichtige Rolle. Mikronährstoffe sind auch von großer Bedeutung für den Neurotransmittermetabolismus und für die antioxidative Kapazität.

Vorbeugen ist besser als Heilen

Wirksame Maßnahmen zur Vorbeugung von schweren Burn-out-Symptomen sind z.B. Änderung des Lebensstils, Ordnungstherapie, Ernährungsumstellung, pflanzliche Mittel sowie gezielte Mikronährstoffanalyse und -therapie.

Angebote im Haus der Gesundheit im Bereich Burn-out und Prävention:

B-Vitamine mindern Stressanfälligkeit

Veröffentlicht am 16. Dezember 2011 von Elena Dell'Eva

Menschen, die ständig unter Stress leiden, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Angstzuständen zu erkranken. Deswegen ist es in der heutigen Zeit wichtig, das Stressniveau so weit wie möglich zu senken.

In einer neuen Studie, durchgeführt von Wissenschaftlern der Swinburne University of Technoloy in Melbourne, konnte nun aufgezeigt werden, dass eine erhöhte Zufuhr von B-Vitaminen die Stressbelastung signifikant vermindern kann.

Die 60 Studienteilnehmer wurden zuerst ausführlich untersucht und Angaben über Gemütszustand, Sorgen und Ängste, Stressbelastung, Persönlichkeit eines jeden Einzelnen festgehalten. Daraufhin bekamen die teilnehmenden Personen entweder ein hochdosiertes Vitamin-B-Präparat oder ein Placebopräparat zum Einnehmen – insgesamt 90 Tage lang.

Nach diesen 3 Monaten zeigte sich eine deutliche Verringerung der Stressbelastung in der Gruppe der Vitamin-B-Supplementierer. Das Stressniveau konnte annähernd um 20 Prozent gesenkt werden. In der Placebo-Gruppe gab es hingegen keine nennenswerten Änderungen.

Für den leitenden Forscher, Professor Con Stough, war das Ergebnis keine Überraschung. Er erklärte, dass B-Vitamine schließlich mitverantwortlich bei der Synthese von Nervenbotenstoffen seien und für die psychische Befindlichkeit und kognitive Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle spielten.

 

Fazit

Über die Nahrung werden häufig nicht genug B-Vitamine aufgenommen. Ein Mangel ist deswegen bei vielen Menschen vorprogrammiert. Um Stressbelastungen zu mindern oder diesen vorzubeugen und auch die Folgeerkrankungen zu reduzieren, ist es ratsam, rechtzeitig zu reagieren.
Im Rahmen einer Mikronährstoffuntersuchung des Blutes können die Konzentrationen der B-Vitamine genau analysiert werden, um so Mangelzuständen entgegenwirken zu können.

Referenz:
Scinexx.de: Vitamin B-Kur vermindert Stress, 30.11.2011

Burn-out – was ist das?

Veröffentlicht am 16. Dezember 2011 von Elena Dell'Eva

Als Burn-out-Syndrom gilt ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, der meist durch Stress ausgelöst wird, der nicht mehr bewältigt werden kann. Nach dem Fehlzeiten-Report 2011 der AOK ist Burn-out für fast 10 Prozent der Krankschreibungen in Deutschland verantwortlich. Burn-out ist keineswegs ein ausreichend definiertes Krankheitsbild, wie die „Zeit“ in einem Artikel vom 01.12.2011 darstellt. Die Vokabel „Burn-out“ stehe mittlerweile für fast aller Arten psychischer Beschwerden, die in Verbindung mit hoher Arbeitsbelastung auftreten. Mitte November 2011 war dieses Thema sogar Leitthema im deutschen Ärzteblatt mit dem Titel „Modediagnose Burn-out“. Von Seiten der Psychiatrie wird kritisiert, dass der Begriff Burn-out völlig unterschiedslos sowohl für lebensbedrohliche Depressionen als auch für einfache Erschöpfungszustände nach anstrengenden Arbeitsphasen benutzt wird. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) hat jetzt eine „Task Force Burn-out“ ins Leben gerufen zur Erarbeitung eines Positionspapiers zum dem Phänomen Burn-out.

Bei Erschöpfung und chronischem Stress gibt es ganz unterschiedliche therapeutische Ansätze. Ein sinnvoller und logisch nachvollziehbarer Ansatz ist z.B. eine Verbesserung des Energiestoffwechsels, indem man durch eine geeignete Mikronährstofftherapie die Funktion der Kraftwerke der Zelle (Mitochondrien) verbessert.

Referenz:
Zeit.de, 01.12.2011: Burn-out
rundschau-online.de, 12.12.2011: „Burn-out“ ist auch eine Modediagnose